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FAQ "Tragen"

Darf ein Baby von Geburt an aufrecht getragen werden?

Wie lange am Stück darf man ein Baby tragen?

Bekommt das Baby im Tuch genügend Luft?

Kann ich mein Kind verwöhnen, indem ich es im Tragetuch trage?

Warum ist das Tragen von Säuglingen eine kindgerechte und alternative Prophylase und Behandlung bei Hüftdysplasie?

Was ist ein Tragling, was ist ein Nesthocker, was ist ein Nestflüchter?

Warum ist der Mensch nach ca. 10.000 Jahren, in denen die meisten Menschen sesshaft geworden sind, immer noch ein Tragling?

Warum ist das Tuch ideal für Babys Rücken?

Welche wichtigen Regeln gelten beim Einbinden des Babys? Welche Forderungen muss ich an die Bindeweise und die Qualität des Tragetuches stellen?

Wie schnell schaffe ich es, das Tuch richtig und sicher zu binden?

Sind wirklich alle Tragetücher, die es auf dem Markt gibt, zu empfehlen? Welche wichtigen Tipps gibt es für Eltern beim Kauf eines Tragetuches?

"Mein Baby, 4,5 Monate alt, lässt sich nicht tragen. Das Baby lässt sich nicht vor den Bauch binden. Es wehrt sich. Was soll ich tun?"

"Mein Baby wurde 3,5 Monate vor dem Bauch getragen. Nun möchte ich es gern auf dem Rücken tragen. Das Baby wehrt sich und schreit ausdauernd. Was soll ich tun?"

"Mein Baby lässt sich partout nicht auf den Rücken binden. Es macht sich lang und steif und schreit, auch langsames Gewöhnen hilft nichts. Woran könnte es liegen?"

Zwillinge tragen, wie ist das möglich? Was ist wichtig für die Mutter in Bezug auf ihr eigenes Wohlbefinden?

 

Darf ein Baby von Geburt an aufrecht getragen werden?


Ja, es darf!
Wenn das Tuch richtig gebunden ist, ist die aufrechte Haltung die beste, denn die liegende Position (sprich: die Wiege) ist durchaus nicht für alle Babys geeignet, da sie nicht hüftfreundlich ist. Das Tuch muss straff genug gebunden sein, so dass der ganze kindliche Rücken Wirbel für Wirbel gestützt wird. So sitzt das Baby nicht aus eigener Kraft, sondern wird in dieser sitzenden Position ausreichend gestützt.

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Wie lange am Stück darf man ein Baby tragen?


Es gibt keine Einschränkung, solange das Tuch straff und richtig gebunden ist. Die Bindevariante sollte jedoch dem Alter des Babys entsprechen. So sollte ein Neugeborenes auf keinen Fall Stunden lang in der einfachen Kreuztrage sitzen. Ist es aber in der Rucksack-Trage, in der Kreuz-Wickel- (= WickelX) oder in der Känguru-Trage, darf es darin verweilen, so lange es damit glücklich ist.

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Bekommt das Baby im Tuch genügend Luft?


Auf jeden Fall! Ein gesundes Baby würde sich in jedem Fall bemerkbar machen, wenn es nicht genug Luft bekäme. Atmen gehört zum Leben dazu, ein Baby hat einen Überlebesinstinkt, es meldet sich umgehen und wenn nötig auch lautstark, wenn seine Lebensqualität eingeschränkt wird.
Hier können Sie nachlesen.

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Kann ich mein Kind verwöhnen, indem ich es im Tragetuch trage?


Das Kind ist auf jeden Fall abhängig von seinen Eltern, ob sie sich das nun wünschen oder nicht, ob die Mutter stillt oder nicht, ob sie es tragen oder nicht, ob sie es bei sich schlafen lassen oder nicht.
Das Baby ist komplett und ohne Einschränkung abhängig von seinen Eltern.
Wir müssen dies sehen, wahrnehmen und akzeptieren, denn es ist unsere Aufgabe, den Säugling zu betreuen und seiner Abhängigkeit Rechnung zu tragen, indem wir ihn adäquat betreuen.
Jean Liedloff zeigt sehr schlüssig und schön auf, warum wir ein Baby nicht verwöhnen können. Das Baby kommt mit angeborenen Bedürfnissen zur Welt, wir können ihm diese nicht abtrainieren, nur dem Baby beibringen, seinen Bedürfnissen nicht zu trauen und gegen seine eigene Natur zu handeln. Wir können es konditionieren, gegen seine eigene Natur sich zu benehmen, indem wir zum Beispiel ein Schlafprogramm a la Ferber mit ihm durchziehen oder ständig und bewusst nicht auf seine Bedürfnisse eingehen. Das Kind wird lernen und resignieren, aber sein Bedürfnis nach Nähe und nächtlicher Nahrung wird nicht verschwinden, sondern nur dem Kind abgesprochen und es arrangiert sich damit.
Viel mehr sollten wir die Bedürfnisse unserer Kinder wahrnehmen und ihnen nachkommen, denn so erlischen sie mit der Zeit. Bedürfnisse verschwinden, wenn sie erfüllt wurden. Ein Kind, was rundum Sorgfalt und Liebe erfahren hat, wird rundum zufrieden sein und ebenfalls die Bedürfnisse seiner Umwelt wahrnehmen, denn man hat es ihm ja vorgemacht. Es ist also nicht nur nötig und wichtig für das Kind, dass man es intensiv und adäquat betreut und auf seine Bedürfnisse eingeht, sondern auch eine Investition in die Familie, weil das Kind so gut einfügt in die Familie und Respekt und Liebe weiter geben wird. Das Einfachste, wie ich den Eltern zeigen kann, wie Kinder sich entwickeln, wenn sie die Bedürfnisse ihres Kindes wahrnehmen ist, meine eigenen Kinder als Beweis mit zu nehmen. :-)
Eltern, die nicht auf das Weinen ihres Kindes reagieren, fühlen sich in der Regel schlecht dabei, entweder sind sie gestresst oder sie fühlen sich mies, werden wütend oder sie streiten sich, weil sie die negative Energie loswerden müssen.
Der Alltag ist leichter zu machen, wenn man das Kind intensiver betreut. Ist das Kind zufrieden, sind die Eltern auch zufrieden. Außerdem ist es oft weniger Aufwand, mit dem Kind zu gehen als gegen das Kind zu arbeiten, was meistens unheimlich viel Zeit und Energie kostet.

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Warum ist das Tragen von Säuglingen eine kindgerechte und alternative Prophylase und Behandlung bei Hüftdysplasie?


Hüftdysplasien werden behandelt, indem man die Beine in die Anhock-Spreiz-Haltung bringt, die der Säugling beim Tragen auf ganz natürliche Weise einnimmt. Tragen gilt als kindgerechte Prophylaxe bei Hüftdysplasien: Therapeutische Hilfsmittel beeinträchtigen den Umgang mit dem Baby, behindern Körperkontakt pp. Tragen ist die einfachste und natürlichste Prophylaxe. Die muss jedoch mit dem behandelnden Arzt/Ärztin abgesprochen werden!
Wichtig dabei ist, dass die Anhock-Spreiz-Haltung richtig und komplett eingenommen wird, da sonst der gegenteilige Effekt eintritt und die Hüfte geschädigt wird. Die Oberschenkel, bzw. die Hüften müssen sich in 100-110° Flexion (Beugung) und in 45° Abdukion (Abspreizung) befinden, alles andere ist eine Belastung auf die Hüftpfannen und schadet der kindlichen Hüfte. Stellen Sie sich die Beinhaltung als ein M vor. Die Anhock-Spreiz-Haltung kann auch gut als M-Haltung beschrieben werden, indem die Beine und der Popo in der Mitte die Form eines M's ergeben.

M-Haltung

keine M-Haltung



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Was ist ein Tragling, was ist ein Nesthocker, was ist ein Nestflüchter?


1970 führte der Biologe Hassenstein den Begriff des Jungentypus "Tragling" ein. Der Mensch gehört zu diesem Jungentypus.
Es gibt 3 Haupt-Sorten von Jungentypen: den aktiven/passiven Tragling, den Nesthocker, den Nestflüchter. Sie definieren sich aufgrund ihrer Bedürfnisse und Anpassungen an die Lebensbedinungen. Vom Tragling gibt es 2 Unterkategorien: der aktive Tragling (Menschenaffe) und der passive Tragling (Känguru) .
Der Mensch ist ein Tragling: er sitzt auf der Hüfte (ob aktiv oder passiv streiten sich die Gelehrten).
Nestflüchter: Elefanten, Fohlen pp. Können bereits wenige Minuten nach der Geburt ihrer Mutter folgen. Koordinierte Bewegungen, voll funktionierende Sinnesorgane, Regelung der Körpertemperatur. Sie brauchen Hilfe und Pflege, sind jedoch für vielerlei fähig, folgen der Herde/Mutter und brauchen deutlich weniger Hilfe als die anderen beiden Jungentypen. Ihre Muttermilch hat einen hohen Eiweißgehalt, damit die Muskeln schnell und gut funktionieren.
Nesthocker: Katzen, Hunde pp. Sie können ihre Körpertemperatur nicht regeln, sind unbehaart, haben Ohren und Augen geschlossen. Sie brauchen Pflege, jedoch können sie auch alleine gelassen werden, da ihre Muttermilch viel Fett enthält und so die Jungen lange gesättigt sind, sie verbleiben im Nest, bis sie sich weiter entwickelt haben und das Nest unter Aufsicht verlassen können.
Tragling: Der Mensch galt zwischenzeitlich als stammesgeschichtlich vorgesehene Frühgeburt, was als ein sekundärer Nesthocker gilt. Der Mensch ist aber kein "Liegling"! Diese Ansichten sind überholt. Unsere Geschichte zeigt: Unsere Vorfahren waren in stetiger Bewegung, Nomaden, Sammler, Jäger. Das Baby musste immer dabei sein, es wurde nicht zurück gelassen, dies hätte seinen sicherer Tod bedeutet. Es ist also kein Nesthocker.
Zudem besitzt der Mensch drei Reaktionsmuster, die ihn als Tragling ausweisen:

  • die Moro-Reaktion
  • die Reaktion, die Beine in Rückenlage und beim Hochnehmen in Anhock-Spreiz-Haltung zu bringen (Frau Kirkilionis nennt sie Spreiz-Anhock-Reaktion)
  • den Palma-Reflex


Ein Menschenbaby braucht von Anfang an intensive Pflege und Fürsorge. Es stirbt, wenn es emotional, sowie real alleine gelassen wird. Die Muttermilch ist zu schnell verdaut, als dass man das Menschenbaby/den Tragling im "Nest" hocken lassen könnte.

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Warum ist der Mensch nach ca. 10.000 Jahren, in denen die meisten Menschen sesshaft geworden sind, immer noch ein Tragling?


Diese Verhaltensdisposition ist noch heute da, der Mensch ändert sein geerbtes Verhalten nicht so schnell. Zehntausend Jahre sind sehr wenig in Bezug auf Jahrmillionen, die die Evolution braucht, um einen Schritt zu vollbringen. Ein Menschenbaby im 21. Jahrhundert schreit um sein Überleben, wenn es alleine gelassen wird wie das vor Tausenden von Jahren auch schon. Ist die Mutter aus dem Blickfeld, ist sie für das Baby komplett verschwunden. Das ist sein Instinkt, sein Erbe zum eigenen Schutze. Die Instinkte und genetischen Dispositionen verändern sich über viele Jahrmillionen ganz wenig und langsam, so dass der Mensch sich zum Beispiel nicht in 150 Jahren an den Kinderwagen anpasst und diesen in sein natürliches Verhalten einbindet. (Bis vor 150 Jahren, als der Kinderwagen in England erfunden wurde, wurden auch hier in der westlichen Welt die Kinder getragen.)

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Warum ist das Tuch ideal für Babys Rücken?


Von der Totalkyphose (Das Baby hat einen Rundrücken, zusammengerollt wie im Mutterleib) über die Halslordose (Das Kind kann sich in Bauchlage mit den Unterarmen abstützen und den Kopf länger halten, diese Streckung heißt Halslordose, weil die Wirbelsäule sich nach vorne krümmt), dann Brustkyphose (Der Brustwirbelsäulenbereich beginnt sich mehr zu strecken, aus der Totalkyphose heraus, so dass das Kind sitzen kann) und schließlich die Lendenlordose (Die Lendenwirbelsäule krümmt sich nach vorne, wie die Halswirbelsäule, wenn das Kind zum Stehen kommt, beginnt das Becken sich nach hinten zu kippen und unterstützt dadurch die physiologische Form der Wirbelsäule, die sogenannte S-Form).
Wenn das Tuch richtig gebunden ist, sitzt das Baby gut gestützt im Beutel, jeder einzelne Wirbel ist gestützt, und kann so in der Anhock-Spreiz-Haltung den perfekten Rundrücken einnehmen. Das schließt mit ein, dass der Kopf des Babys ebenfalls in die Krümmung einfließt und das Kind so schlafend - also komplett entspannt - wie auch neugierig wach in der richtigen, also runden Rückenposition ist.
Um dies zu gewährleisten, muss das Tuch quer gewoben sein, so dass es in alle Richtungen genug Halt und Dehnbarkeit besitzt. Es darf nicht lasch sein und ausbeulen, sondern muss eng gewoben sein, so dass es guten Halt gibt und nicht nachgibt. Aber es darf auch nicht zu fest und starr gewebt sein, so dass es sich dem Kind perfekt anpasst, ohne durch ständigen Druck an manchen Stellen auszuleiern. Es sollte nicht zu dick und nicht zu dünn sein, so dass seine Handhabung gut funktioniert.
Besonders soll das Tuch schadstoffrei und nach Möglichkeit unter fairen Arbeitsbedingungen gefertigt worden sein.

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Welche wichtigen Regeln gelten beim Einbinden des Babys? Welche Forderungen muss ich an die Bindeweise und die Qualität des Tragetuches stellen?


Als wichtigster Punkt gilt, das Kind muss fest und sicher eingebunden sein. Halt und Position müssen stimmen.
Halt: Die Tuchbahnen müssen gewissenhaft Strähne für Strähne nachgezogen sein so dass Wirbel für Wirbel abgestützt ist und der Knoten muss fest sitzen.
Position: Das Kind muss in der optimalen Anhock-Spreiz-Haltung sein. Die Winkel (100° und 45°) müssen gegeben sein. Das Becken muss nach vorne gekippt sein, so dass der optimale Rundrücken geformt wird. Der Kopf muss einen guten Halt haben, wenn das Kind ihn noch nicht selber halten kann oder schläft.
Die Bindeweise muss diese beiden Punkte gewährleisten.
Das Tuch muss fest gewoben, quer gewoben und gut sitzend sein. Es darf nicht ausbeulen und nachgeben, es darf aber auch nicht zu fest sein, so dass es sich nicht dem kindlichen Körper und dem der/des Tragenden anpasst. Die Kanten sollen doppelt eingefasst sein, damit es einen guten Sitz gibt. Von Vorteil ist ebenfalls, wenn die Kanten schräg geschnitten sind.

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Wie schnell schaffe ich es, das Tuch richtig und sicher zu binden?


Die Trägerin/der Träger muss und darf sich Zeit nehmen und die Geduld haben, die Trageweisen zu üben. Kein Mensch kann auf den ersten Versuch perfekt binden. Nehmen Sie sich die Zeit zu lernen, dass das Tuch Strähne für Strähne nachgezogen werden muss, zu lernen, welcher Knoten der richtige ist (Weberknoten) und wie Sie das Tuch optimal um den Körper geschlungen bekommen, ohne es zu verdrehen uvm.
Wichtig hierbei: Nur exakt und richtig gebunden werden die Wirbelsäule, die Bandscheiben und der Beckenboden, sprich der gesamte Körper der Trägerin unterstützt. Es ist besonders wertvoll, sich fachliche Anleitung zu holen. Sei es bei einer Trageberaterin, Hebamme oder einer erfahrenen Tragemutter. In den seltesten Fällen reicht eine Bindeanleitung aus dem Internet oder aus dem Buch aus, um eine optimale Bindung zu erreichen.
Außerdem gilt: Üben, üben, üben!

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Sind wirklich alle Tragetücher, die es auf dem Markt gibt, zu empfehlen? Welche wichtigen Tipps gibt es für Eltern beim Kauf eines Tragetuches?


Es sind durchaus nicht alle Tücher empfehlenswert!
Das Tuch muss unbedingt quer gewoben sein, so dass es genug Halt und Elastizität aufweist. Es muss schadstofffrei und speichelecht sein, zudem ist empfehlenswert, wenn es unter fairen Arbeitsbedingungen gefertigt worden ist.
Selbst verschiedene Tücher ein und desselben Herstellers können qualitative Unterschiede aufweisen, so dass man am Besten das Tuch testet oder bei einer erfahrenen Tragemutter nachfragt.
Am einfachsten und mit den geringsten finanziellen Aufwand verbunden ist es, sich Tipps für bestimmte Tragetücher einzuholen, so dass sie sich kein schlechtes Tuch kaufen und das Tragen aufgeben deswegen.

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"Mein Baby, 4,5 Monate alt, lässt sich nicht tragen. Das Baby lässt sich nicht vor den Bauch binden. Es wehrt sich. Was soll ich tun?"


Als erstes sollte abgeklärt werden, ob das Kind ein KISS-Syndrom oder andere Verspannungen hat. Ist dies nicht der Fall, müsste man weitere Gründe in Betracht ziehen. Ein Kind, was noch nicht getragen wurde im Tuch, wird nach 4 Monaten das Tragen vor dem Bauch kaum mehr akzeptieren. Dafür ist es schon zu wach und interessiert an der Umwelt. Man könnte direkt die Kraxe und nach Bedarf auch die Hüft-Känguruhtrage versuchen, wo das Kind deutlich mehr sieht als vor dem Bauch.
Zum KISS-Syndrom: Es ist wichtig zu wissen, wenn ein KISS-Syndrom besteht, dass es dann auch noch mehrere Anzeichen dafür geben muss. Z.B. sind KISS Kinder nicht in der Lage den Kopf zu einer oder beiden Seiten zu drehen, sie reagieren mit Schmerzen, sie vermeiden es den Kopf zu drehen und machen die restliche Bewegung mit den Augen um etwas sehen zu können. Die Babys können den Kopf in Bauchlage nur schlecht oder garnicht anheben, oft sind es auch die sogennanten "Schreikinder". Manchmal oft haben diese Kinder eine Lieblingsbrust, es kann bis zur kompletten Ablehnung einer Brust kommen. Ein KISS-Syndrom muss in jedem Fall ärztlich abgeklärt werden!

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"Mein Baby wurde 3,5 Monate vor dem Bauch getragen. Nun möchte ich es gern auf dem Rücken tragen. Das Baby wehrt sich und schreit ausdauernd. Was soll ich tun?"


Das Baby braucht wahrscheinlich einen Zwischenschritt zwischen ganz nah an Mamas Herzen und Busen bis auf dem Rücken, wo es Mamas Gesicht nicht sehen kann. Die Mutter kann den Zwischenschritt über die Hüft-Känguruhtrage versuchen. Das Kind wird mehr sehen, was seiner Entwicklung entspricht, die Mutter wird etwas entlastet, weil sie nun eine weitere Trageweise anwenden kann und das Kind wird reifen und bald dazu übergehen können, auf dem Rücken getragen zu werden.

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"Mein Baby lässt sich partout nicht auf den Rücken binden. Es macht sich lang und steif und schreit, auch langsames Gewöhnen hilft nichts. Woran könnte es liegen?"


Es gibt ganz viele verschiedenen Gründe, warum ein Kind grundsätzlich nicht getragen werden möchte und warum es eine bestimmte Trageweise nicht mag. Als erster Grund muss immer KISS und Verspannungen in Betracht gezogen werden. Leidet das Kind an KISS, hat es ganz einfach Schmerzen im Tuch und weint deswegen bitterlich.
Möglicherweise hat jedoch die/der Tragende selber Angst und das Kind übernimmt diese Angst, so dass es sich nicht auf den Rücken gebunden werden möchte.
Möglicherweise mag es das Kind nicht, dass es keinen Augenkontakt zur/zum Tragenden aufnehmen kann. Möglicherweise bindet die tragende Person die Kraxe falsch, so dass das Kind Schmerzen hat und deswegen nicht mehr in diese Lage gebracht werden will. Mag das Kind das Tragen im Tuch grundsätzlich nicht, müsste nach körperlichen Ursachen beim Kind gesucht werden. Verspannungen und KISS sind da nur zwei von vielen körperlichen Gründen, warum ein Kind Schmerzen verspürt beim Getragen werden.
Die Mutter kann eine andere Trageweise probieren und nach und nach immer wieder den Versuch machen, das Kind auf den Rücken zu nehmen. Zudem sollte man kontrollieren, ob sie das Kind auf dem Rücken richtig einbindet oder ob da gravierende Fehler vorliegen.

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Zwillinge tragen, wie ist das möglich? Was ist wichtig für die Mutter in Bezug auf ihr eigenes Wohlbefinden?


Auch Zwillinge können gleichzeitig getragen werden. Gerade, wenn zwei kleine Babys auf einen Schlag ins Familienleben treten, ist das Tragetuch von unschätzbarem Wert. Die Zwillinge können mittels zweier Tücher getragen werden: das eine Baby in der Känguruhtrage vor dem Bauch und das zweite nachfolgend in der Kraxe auf dem Rücken. Wichtig dabei ist, dass die Füsse des vorderen Kindes nicht unter dem Tuch des hinteren Kindes geklemmt werden, da sonst das eine Kind das Gewicht des anderen auf den Füssen hätte.
Achten Sie beim Zwillingstragen oder Tamdemtragen darauf, dass Sie sich wohl fühlen und das Tuch als Entlastung und nicht als Belastung von Ihnen wahrgenommen wird. Achten Sie ganz besonders auf sorgfältiges, korrektes Binden, damit wirklich nichts drückt und scheuen Sie sich nicht, sich Hilfe bei einer Trageberaterin zu holen, die Ihnen detaillierte Tipps zum Zwillinge-Tragen geben kann
Eine kleine Anmerkung: Ich hatte in meiner ersten Version der FAQ's davor gewarnt, dass die Mutter auf Ihren Beckenboden achten soll und dass Zwillingstragen keine Dauerlösung ist. Eine liebe tragende Zwillingsmutter hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass Zwillinge tragen weniger anstrengend ist als zwei kleine Babys schreien zu hören oder sie auf dem Arm ohne Tuch zu tragen. Dem kann ich nichs mehr hinzufügen.

 



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